Städtepartnerschaften und Patenschaften
|
Wappen |
Wappen |
Wappen |
Aktuelles aus unseren Städtepartnerschaften |
|
|
60 Jahre Städtepartnerschaft Osterode am Harz – Armentières (11.12.2023) Im November besuchte eine Delegation aus Politik und Verwaltung anlässlich des 60-jährigen Jubiläums Osterodes französische Partnerstadt Armentières. Höhepunkt des Besuches in Frankreich war die Teilnahme an der „Ravivage de la Flamme“ am Arc de Triomphe in Paris.
Die Verbindung gehört zu den ersten und damit langjährigsten Städtepartnerschaften zwischen französischen und deutschen Städten. Mit Sicherheit einer der Bausteine für die damals kaum für möglich gehaltene Wandlung von der 200-jährigen Erbfeindschaft zwischen Frankreich und Deutschland in eine aufrichtige Freundschaft. Die besonderen Ehrungen während des letzten Besuches in Frankreich haben das wieder einmal eindrucksvoll gezeigt. „Wir sind tief bewegt und waren zu Gast bei Freunden“, bedankte sich Bürgermeister Jens Augat am Ende der Delegationsreise bei seinem französischen Amtskollegen Bernard Haesebroeck und den Gastgebern in Armentières. |
|
Festakt zum 60-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Armentières und Osterode am Harz (25.05.2023) Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Armentières und Osterode am Harz fand am Samstag ein feierlicher Festakt im Osteroder Ratssaal statt.
„Mit Stolz können wir feststellen: Es ist ein ganz besonderes Jubiläum, das wir auch mit einem Stadtfest an diesem Wochenende begehen. Denn von den heute etwa Zweieinhalbtausend bestehenden kommunalen Partnerschaften zwischen Deutschland und Frankreich entstanden nur wenige bereits im Jahr der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags durch Charles de Gaulles und Konrad Adenauer im Januar 1963. Die Städtepartnerschaft zwischen Armentières und Osterode am Harz gehört mit der Nummer 151 zu den ersten deutsch-französischen Partnerschaften überhaupt. Sie ist damit mit Sicherheit ein Baustein für die damals kaum für möglich gehaltene Wandlung von der 200jährigen Erbfeindschaft zwischen Frankreich und Deutschland zu einer echten Freundschaft. 60 Jahre gelebte Städtepartnerschaft – Diamantene Hochzeit – und gerade heute erstrahlt dieser Diamant wieder weit über unsere beiden Stadtgrenzen hinaus. Er ist ein Baustein für ein gemeinsames Europa“, so Osterodes Bürgermeister Jens Augat bei der Begrüßung der rund 140 geladenen Gäste. Niedersachsen Europaministerin nannte die deutsch-französische Freundschaft eine entscheidende Säule für Frieden und Wohlstand in Europa. Die Freundschaft war und ist der Motor, damit es uns in Europa gut geht. „Europa lebt von der Begegnung und dem Austausch der Menschen über Ländergrenzen hinweg. Städtepartnerschaften ermöglichen diesen Kontakt abseits der politischen Bühne und schaffen damit Raum für die wichtige Erkenntnis: Wir haben mehr gemeinsam als uns trennt“, stellte Niedersachsens Europaministerin fest. „So können Fremde zu Freunden werden, die miteinander über Probleme reden, statt sie gegeneinander lösen zu wollen. Städtepartnerschaften leisten so einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt in Europa“, so Osigus weiter. Der Élysée-Vertrag war und ist Grundlage für Vertrauen und Miteinander. „Nie war die Freundschaft zwischen Franzosen, Polen und Deutschen, zwischen Frankreich, Polen und Deutschland, wichtiger als heute“, betonte Bürgermeister Jens Augat während seiner Rede. Nicht nur deshalb sei es ihm ein besonderes Anliegen, diese über sechs Jahrzehnte gewachsene Städtepartnerschaft weiter zu stärken und ihre Bedeutung für den Frieden in Europa hervorzuheben. „Denn es ist gerade heute – in einer Zeit in der die europäische Idee von außen aber zunehmend auch von innen in Zweifel gezogen wird – wichtig, persönliche Verbindungen und Netzwerke zu schaffen und zu erhalten. Denn diese Kontakte sind ein stabilisierendes Element für die Zusammenarbeit unserer Länder. Sie sind in einer Zeit, in der Ausgrenzung, Hass und Hetze wieder vielerorts salonfähig zu werden drohen, unverzichtbar und ein wirksames Mittel gegen Aggressoren von außen sowie das Wiedererstarken nationaler Ressentiments im Innern“ so Augat. Die grenzüberschreitenden Städtepartnerschaften hätten unverändert eine wichtige Funktion: „Für viele Bürgerinnen und Bürger sind sie der Rahmen, indem sie erstmals persönlich mit Europa in Kontakt treten. In den Begegnungen wird immer wieder klar: Die Gemeinsamkeiten verbinden und selbst die Sprache wird zweitrangig“, beschrieb Augat auch seine eigenen Erfahrungen. Stellvertretend für viele andere würdigte Osterodes Bürgermeister die Dolmetscherin Catherine Thiem, seinen Amtsvorgänger Klaus Becker sowie Armentières amtierenden Bürgermeister Bernard Haesebroek und seinen ebenfalls angereisten Vorgänger Claude Hujeux. „Es ist natürlich unmöglich, alle prägenden Akteure der sechs Jahrzehnte Städtepartnerschaft namentlich zu nennen“, so Augat im Rahmen der Würdigung. Nach dem Blick in die Vergangenheit gelte es zudem den Blick in die Zukunft zu richten. „Es ist natürlich unser aller Aufgabe, die Städtepartnerschaft zwischen Armentières und Osterode am Harz auch zukünftig mit Leben zu füllen und dafür zu sorgen, dass sie ein wichtiger Baustein der deutsch-französischen Freundschaft und eines friedlichen Europas bleibt. Dabei wünsche ich uns allen weiterhin viel Freude und erwarte, dass wir uns den immer neuen Herausforderungen mit innovativen und kreativen Ideen sowie Verständnis, Mut und Neugierde stellen.“ Was für ein Weg! Armentières Bürgermeister Bernard Haesebroek spannte in seiner Rede einen weiten Bogen von den Anfängen der Partnerschaft bis zur Gegenwart. Haesebroek knüpfte in seiner Würdigung der vielen Jugendlichen, Paaren, Vereinen, Sportler, Chorsänger und Mitbürger an die Worte seines Vorredners an. „Dieses Jubiläum ist eine Etappe. Es klingt wie eine echte Ehrung an all jene, die der Städtepartnerschaft Armentières – Osterode am Harz Leib und Seele geschenkt haben“, wandte sich Armentières Bürgermeister an die Gäste im Saal. Zenon Kastrau, stellvertretender Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Ostròda, blickte in die Zukunft: „Unser gemeinsames Engagement wird uns sicherlich ermöglichen, noch viele weitere hervorragende Lösungen zu entwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam die gesetzten Ziele erreichen und unsere Partnerschaft und Freundschaft noch mehr festigen werden. In diesem Jahr beginne die Stadt Ostròda eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Auxonne. Kastrau gratulierte gleich am Anfang seiner Rede zu den großartigen Leistungen in sechzig Jahren deutsch – französischer Zusammenarbeit. Hanna Südekum und Hammad Shakil, Schülerin bzw. Schüler am Tilman-Riemenschneider-Gymnasium, beschrieben die Bedeutung des Schüleraustauschs zwischen beiden Ländern. Beide schätzen sich sehr glücklich, mit dem Tilman-Riemenschneider-Gymnasium eine Partnerschule Frankreichs zu besuchen und betonten die Wichtigkeit des interkulturellen Austauschs und der entstandenen Freundschaften zwischen den Schülerinnen und Schülern. Beide freuen sich auf künftige Begegnungen und ihren Besuch in Armentières. Neben den Reden der Ehrengäste war der gemeinsame Eintrag der Festredner ins Goldene Buch der Stadt einer der Höhepunkte des Festaktes. Musikalisch begleitet wurde der Festakt von Pianistin Alina Reinholz am Flügel und stimmlich von Tanja Kusheva. Beide überzeugten mit ihren ausdrucksstarken Interpretationen von Edith Piafs „Je ne regrette rien“ und Reinhard Meys „Nein, meine Söhne geb ich nicht“. Letztere als musikalische Mahnung für den Frieden in Europa. Das Südharzer Bläserquartett sorgte zum Abschluss mit dem Spielen der Nationalhymnen der drei Partnerstädte und der Europahymne für festlich internationales Flair während der Enthüllung der Partnerschaftstafel neben dem Eingang des Osteroder Rathauses. |
|
Osteroder Delegation besuchte polnische Partnerstadt Ostròda (26.08.2022) Anfang August besuchte eine Osteroder Delegation aus Politik und Verwaltung die polnische Partnerstadt Ostròda. Wichtige Themen wie die europäische Zusammenarbeit und der Schüleraustausch zwischen den beiden Partnerstädten wurden während des mehrtägigen Aufenthalts diskutiert.
|
|
Besuch der französischen Delegation aus der Partnerstadt Armentières, Frankreich (14.07.2022) Nach über zweijähriger Pause konnte die Stadt Osterode am Harz am vergangenen Wochenende eine französische Delegation aus der Partnerstadt Armentières unter Leitung des dortigen Bürgermeisters Bernard Haesebroeck begrüßen.
|
|
Besuch der polnischen Delegation aus der Partnerstadt Ostróda, Polen (28.06.2022) Nach über zweijähriger Pause in Folge der Auswirkungen der Corona-Pandemie konnte die Stadt Osterode am Harz vom 16.-19.06.2022 eine polnische Delegation aus der Partnerstadt Ostróda begrüßen.
Die Städtepartnerschaft zwischen Osterode am Harz und Ostróda besteht seit 1994 und wurde durch Bürgermeister Wolfgang Dernedde, Stadtdirektor Enno Mönnich Bürgermeister Piotr Zmich und den Stadtratsvorsitzenden Henryk Szubstarski aus Ostróda besiegelt. Der Gegenbesuch einer politischen Vertretung aus Osterode am Harz ist für Anfang August 2022 geplant. „Partnerschaftsteam“ beim Harzenergie-Beach-Volleyballturnier
|
|
Städtepartnerschaft Armentières – Osterode am Harz (20.06.2020) Aufgrund der Corona-Pandemie sind in diesem Jahr bisher keine Delegationsreisen zwischen den Partnerstädten möglich. Auf Initiative des Osteroder Bürgermeisters Jens Augat fand deshalb nun eine Videokonferenz mit seinem Amtskollegen Bernard Haesebrock und Ratsmitgliedern statt, um sich über die aktuelle Situation in den beiden Städten auszutauschen. Als Dolmetscherin fungierte Frau Catherine Thiem.
Armentières Bürgermeister Bernard Haesebrock und Osterodes Bürgermeister Jens Augat zogen am Ende des Gesprächs ein positives Fazit und vereinbarten, sich zukünftig regelmäßig per Videokonferenz auszutauschen und dann auch über Sachthemen wie beispielsweise die zukünftige Organisation von Schüleraustauschen zu sprechen. „Die Videokonferenz hat gezeigt, dass unsere Partnerschaft gelebt wird, aber wir freuen uns auch alle, wenn wir uns in Armentières oder Osterode wiedersehen“ resümierte Augat. |
|
Offizielle Delegation aus Osterode am Harz besuchte Armentières (02.11.2021) Zu einem offiziellen Besuch war vor Kurzem eine Delegation aus Politik und Verwaltung der Stadt Osterode am Harz in der französischen Partnerstadt Armentières zu Gast. Wichtige Themen waren die europäische Einigung, der Schüleraustausch sowie gemeinsame Anstrengungen beim Klimaschutz und der Gleichstellung.
„Vielen Dank an meinen französischen Amtskollegen Bernard Haesebroeck und sein Team für einen unvergesslichen Besuch in Armentières“, zeigte sich Bürgermeister Jens Augat am Ende des Besuches sehr glücklich. |
|
Jugendwerkstatt Osterode am Harz zu Besuch in der Partnerstadt Ostróda
Die Stadt Ostróda mit seiner Geschichte und den romantischen Seen hat den Jugendlichen imponiert. Die Stadtführungen und die Schifffahrt gaben einen guten Eindruck des Ortes. Faszinierend war der Oberlandkanal, wo Schiffe auf Schienen über Hügel fahren. Das Highlight der Woche war der Tag in Danzig. Die historische Altstadt hatte alle Teilnehmenden in seinen Bann gezogen. |
|
Partnerschaft im Sinne der Nachhaltigkeit (12.07.2019) „Damit hat die Partnerschaft eine neue Ebene erreicht“, bestätigten die Delegationsteilnehmer, die Ende Juni die Partnerstadt Armentières im Rahmen der Städtepartnerschaft besuchen durften.
Die sechsköpfige Delegation aus Osterode tauschte sich mit den Partnern in Armentières über verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu kommunalen Problemen im Rahmen des Klimawandels aus und streben zukünftig eine noch engere Zusammenarbeit zur Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten an. Um ihren Willen zu bekräftigen unterzeichneten beide Bürgermeister eine gemeinsame Erklärung zur Einhaltung der Ziele aus der Agenda 2030 und der Zusammenarbeit um diese Ziele zu erreichen. Am Rande des Treffens wurde der Bürgermeister Klaus Becker mit der goldenen Stadtmedaille der Stadt Armentières geehrt und gleichzeitig verabschiedet. Er hat in seiner Amtszeit die Städtepartnerschaft aktiv gelebt und mit neuen Inhalten gefüllt, von denen die zukünftigen Akteure profitieren werden. |
|
Eine Partnerschaft für die Zukunft (14.05.2019) Von einer Partnerschaft für die Zukunft sprachen beide Bürgermeister der Partnerstädte Osterode am Harz und Ostróda in den vergangenen Tagen.
Beide Bürgermeister betonten in ihren Reden die Wichtigkeit einer solchen Beziehung als Brücke der Nationen die beiden Gemeinschaften zu Gute kommt. Im Rückblick sah man die letzten Jahre als Zeit bahnbrechender und wichtiger Ereignisse die man gemeinsam erfolgreich erleben durfte. Mit der Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit sehen beide die Chance zur Weiterentwicklung im Rahmen von Projekten und Engagement einer weiteren Integration zur nachhaltigen Verbindung, dem gegenseitigen Dialog und klaren offenen Handlungen. Alle waren sich einig, dass die Städtepartnerschaft ein wichtiger Schritt zum Beitritt Polens in die EU vor 15 Jahren war. Dafür wurden allen Akteuren wie den Ratsmitgliedern, den Mitarbeitern beider Verwaltungen sowie Privatpersonen ein besonderer Dank zu teil.
|
|
Weiter positive Entwicklung der Städtepartnerschaft
Die von Bürgermeister Klaus Becker geleitete Delegation war am vergangenen Wochenende für den regelmäßigen Partnerschaftsbesuch nach Polen gereist. Einer der Schwerpunkte war die weitere Entwicklung der Beziehungen der Städte. Denn aufgrund der politischen Entwicklung in dem Nachbarland gab es auf Osteroder Seite zunächst Zweifel, ob Ostródas Bürgermeister Czeslaw Najmowicz, selbst Mitglied der konservativen Partei PiS, eine entsprechende Erklärung, wie sie zwischen Osterode und Armentières bereits im Oktober 2017 verabschiedet wurde, unterzeichnen würde. Diese Zweifel sind ausgeräumt – wie Klaus Becker und sein französischer Amtskollege Bernard Haesebroeck steht auch Najmowicz voll hinter den Zielen der Erklärung. Die positive Sicht auf die Zukunft wurde auch deutlich, als es um das 25jährige Bestehen der Städtepartnerschaft im kommenden Jahr ging. Dieses Ereignis soll gemeinsam mit den Feierlichkeiten zum 15. Jahr des Beitritts Polens zur Europäischen Union, dem Verfassungstag Polens und der Verleihung der Stadtrechte an Ostróda vor 690 Jahren Anfang Mai 2019 begangen werden. Bei einer Besprechung am Freitag und in diversen Einzelgesprächen wurde deutlich, dass man sich in Ostróda nicht von der politischen Großwetterlage beeinflussen lassen werde. So wurden künftig vorgesehene Austausche thematisiert. Dabei geht es darum, 2019 möglichst Osteroder Künstler für einen Besuch in Masuren zu gewinnen, und Becker sprach bereits eine Einladung zum Kulturfestival im Herbst nächsten Jahres nach Osterode aus. Auch die Austausche der Jugendwerkstatt und der Osteroder Schulen, die 2018 allein aus Termingründen nicht umgesetzt werden konnten, werden weitergehen. „Die Schülertreffen sind für alle das Wichtigste an unseren Austauschen“, stellten Becker und Najmowicz übereinstimmend fest. Gerade auch für sie will sich Najmowicz persönlich verwenden. EU hilft bei wichtigen Investitionen Wie positiv sich die Einbettung Polens in die Europäische Union auch auf Osterodes Partnerstadt auswirkt, stellte Najmowicz den Gästen anhand zweier wichtiger Infrastruktur-Investitionen vor. So wurde mit der einer Bundesstraße vergleichbaren S 7, einer der wichtigsten Verbindungen zwischen Warschau und Danzig, der Straßenverkehr, der zu einer erheblichen Verkehrsbelastung in der 34.000 Einwohner-Stadt geführt hat, an dem Ort herumgeführt. Ein weiteres großes Verkehrsproblem wird jetzt in Angriff genommen, indem eine Brücke einen der Bahnübergänge der stark frequentierten Bahnstrecke, die Ostróda zerschneidet, ersetzen soll. „Ohne EU-Unterstützung würdet ihr nach Ostróda wie in eine Museumsstadt kommen“, unterstrich Najmowicz, wie wichtig die Europäische Union für die Entwicklung der „Perle Masurens“ ist. |
|
Diskussionen auch über kritische Punkte - Ratsdelegation aus Osterode in Ostróda herzlich aufgenommen
Positive Entwicklung der Infrastruktur in Ostróda In Ostróda ist mit erheblicher Unterstützung der Europäischen Union viel Neues an Infrastruktur geschaffen und Altes erneuert worden. Millionenschwere Investitionen in Sportanlagen, Kulturprojekte, Freizeit- und Erholungsmaßnahmen sowie den Tourismus wurden getätigt. Auch von privater Seite ist viel Geld geflossen. Ostróda, ein Tor nach Masuren und Ausgangspunkt für die Erkundung dieser Region im Nordosten Polens, verfügt dadurch z. B. inzwischen über eine hohe Hoteldichte für alle Ansprüche. Erhebliche Verbesserungen gibt es auch im Bereich der Straßen – so konnte die Delegation die lange Reisezeit um etwa 15 Minuten verkürzen, weil eine neue Umgehungsstraße um die Stadt Inowroclaw genutzt werden konnte, und in Ostróda wurde während des Besuchs aus der Sösestadt ein ca. 12 Kilometer langes Teilstück der neu ausgebauten autobahnähnlichen S 7 zwischen Warschau und Danzig freigegeben. Vor diesem Hintergrund ist bei den Gesprächen unter Freunden auch offen über die von der Regierung geschürte Europa-Skepsis gesprochen worden. Umso erfreulicher, dass sich der Bürgermeister Ostródas, Czeslaw Najmowicz, selbst Vertreter der nationalkonservativen Partei „Recht und Gerechtigkeit“, ausdrücklich zur Städtepartnerschaft bekannt hat und sie weiter vorantreiben will. Positive Signale hochrangiger Vertreter dazu gab es auch bei einem zufälligen Zusammentreffen. Denn nach einem Konzert aus Anlass des Luther-Jahres, zu dem die Delegation eingeladen war, nahmen auch der dort ebenfalls anwesende Marschall der Provinz (Woiwodschaft) Ermland und Masuren, Gustaw Marek Brzezin, und der Vizegouverneur der Provinz, Slawomir Sadowski, an einem gemeinsamen Abendessen teil. Brzezin hat etwa die Position eines Ministerpräsidenten in Deutschland inne, Sadowski leitet die Verwaltung der Woiwodschaft. In ihren kurzen Tischreden beglückwünschten sie die Städte Ostróda und Osterode am Harz zu ihrer inzwischen 23jährigen Partnerschaft. Dabei hoben sie die Bedeutung der Begegnung der Menschen beider Länder hervor. Brzezin war selbst ab 1998 mehrere Jahre Bürgermeister der Gmina Ostróda, was in Polen einer Verwaltungseinheit oberhalb des Bürgermeisteramtes entspricht, und freute sich daher besonders, dass die Partnerschaft weiterhin so intensiv gelebt werde. Osteroder Künstler zu Workshop nach Masuren eingeladen Aussagen, die Bürgermeister Becker mit Freude aufnahm: „Ich bin sicher, dass sich unsere Partnerschaft auch weiter gut entwickeln wird.“ Ausdruck dieser Entwicklung ist etwa die Zusage, sich am DenkmalKunstKunstDenkmal-Festival zu beteiligen. Anna Rutkiewicz, Ratsmitglied in Ostróda und selbst ausgezeichnete Malerin und Sängern, wird mit acht weiteren Künstlern nach Osterode kommen und hier ausstellen. Beim Empfang der Delegation im Rathaus nutzte sie überraschend die Gelegenheit, für eine Gruppe aus der Sösestadt eine Gegeneinladung auszusprechen. So ist beabsichtigt, im kommenden Jahr mit ihnen in der Stadt am Drewenzsee künstlerische Workshops durchzuführen. Diese Einladung wurde gerne angenommen, um sie an Osteroder Künstler weiterzugeben. In den nächsten Wochen sollen mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer angesprochen sowie Inhalte und Termine abgestimmt werden. |
|
Stadtentwicklung war Schwerpunktthema beim Besuch der Delegation aus Ostróda
Die schon beim Rundgang angesprochenen Fragen führten auch zu einer regen Diskussion bei der anschließenden Partnerschaftsbesprechung. Waren die üblichen Tagesordnungspunkte des Austauschs wie z. B. die Planungen weiterer Besuche von Schulen und Vereinen schnell abgehandelt, gab es auch unterschiedliche Auffassungen zu diskutieren, z. B. zu Fragen der Aufnahme und des Umgangs mit Flüchtlingen. Deutlich wurde auch, dass durchaus auch in Ostróda die Meinungen zu diesem Thema auseinander gehen. Erfreulich aus Sicht der Stadt war die Bestätigung aus Ostróda: Neun Künstlerinnen und Künstler aus Ostróda werden zum DenkmalKunstKunstDenkmal-Festival im Herbst an den Harz kommen. Beeindruckt waren die polnischen Gäste am Freitagnachmittag von der Villa Gyps und den Bemühungen des Ehepaares Ehrhardt, diese außerordentliche ehemalige Fabrikantenvilla der Familie Schimpf zu erhalten und wieder zu beleben. Auch hier spielte der Denkmalschutz natürlich eine Rolle. Die Villa des einstigen Gipsunternehmers schlug auch den Bogen zum nächsten Termin der Delegation: Uwe Schridde Neben dem hohen Informationsgehalt gab es auch die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu pflegen und vertiefen, so bei einem lockeren Glowgolf-Turnier am Samstagnachmittag. So hob denn auch der Leiter der Delegation, Norbert Gesek, beim offiziellen Abschlussessen am Samstagabend hervor, dass er und seine Begleiter sehr viel Neues über die Stadt erfahren hätten, es aber auch Spaß gemacht habe, in Osterode gewesen zu sein. Osterodes Erster stv. Bürgermeister Wendlandt ging in seiner Tischrede auf einige Eckpunkte der über zwanzigjährigen Partnerschaft ein. Auf das Besuchswochenende zurückblickend lobte er das hohe Engagement der Eheleute Ehrhardt und von Rolf Grönig zum Erhalt wertvoller Bausubstanz. Besonderen Dank richtete Wendlandt an Henryk Hoch. Hoch, mehrere Jahre Ratsvorsitzender in Ostróda und Vorsitzender der Deutschen Minderheit in der Region Ermland-Masuren, war von Anfang an eine treibende Kraft der Partnerschaft. |
|
Nationalismus entgegentreten - Begegnungen fördern (04.04.2017) Das offene Europa leben – in diesem Sinne wollen die beiden Städte Osterode am Harz und Armentières ihre langjährige Partnerschaft fortsetzen und den Austausch möglichst noch weiter ausbauen. Das ist ein Ergebnis des Besuchs der offiziellen Delegation Osterodes in der nordfranzösischen Stadt am vergangenen Wochenende.
Beim gemeinsamen Essen am Samstagabend hob Bernard Haesebroeck, Bürgermeister von Armentières, die Bedeutung der zahlreichen persönlichen Begegnungen hervor, die seit Beginn der Partnerschaft 1963 zustande gekommen sind. Nationalismus, so Haesebroeck, werde in Europa wieder stärker; um dem entgegen zu wirken sei es wichtig, einander zu kennen und miteinander zu sprechen. Dieses Kennen ermögliche den Frieden. „Wir müssen alles dafür tun, dass sich die jungen Menschen treffen“, schloss er seine Tischrede. Diesen Faden nahm Klaus Becker auf. Auch er betonte, dass die Jungen zusammengebracht werden müssen, um voneinander zu lernen, andere Kulturen zu erleben. „Wir haben aus der Geschichte gelernt, und darum machen wird das“, sagte er und fügte an, dass Armentières und Osterode mit ihrer jahrzehntelangen, lebendigen Partnerschaft und den zahlreichen gegenseitigen Begegnungen Beispiel für viele andere Städte sein könnten, eine enge Freundschaft miteinander zu pflegen. Hintergrund: Osterode am Harz und Armentières haben bereits 1963, kurz nach Abschluss des Élysée-Vertrages, des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages, ihre Städtepartnerschaft formell besiegelt. Sie gehört damit zu den ersten Deutschlands. Seitdem haben ungezählte gegenseitige Besuche von Vereinen, Schulen und Institutionen stattgefunden und werden auch weiter fortgeführt. Außerdem unterhält Osterode am Harz seit 1994 eine ähnlich intensive Partnerschaft mit dem polnischen Ostróda im südlichen Teil Masurens. |
|
Delegation aus Osterode am Harz besuchte Armentières (20.10.2016) Vom 13. bis 16. Oktober war eine kleine offizielle Delegation aus Osterode am Harz unter Leitung von Bürgermeister Klaus Becker zu Besuch in der Partnerstadt Armentières. Neben wichtigen persönlichen Absprachen gab es erneut Gelegenheit, mehr über die Stadt im Norden Frankreichs und die Region zu erfahren.
Eines der Highlights des Besuches war am Samstag die Eröffnung des Restaurants „L'atelier de Mademoiselle“. Fünf Jahre hat die Kommunalpolitikerin Martine Cobbaert, im Rat von Armentières unter anderem für Soziales zuständig, daran gearbeitet, ein von einem Verein und mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren und Institutionen getragenes Lokal zu eröffnen. Das Besondere daran: Hier werden bis zu vier Mitarbeiterinnen und |
|
Ratsdelegation aus Ostróda zu Gast im PS-Speicher Gäste aus masurischer Partnerstadt Osterodes erhielten auch Informationen über das Fachwerkfünfeck
Zuvor hatte Becker den Gästen aus Masuren die Zusammenarbeit der Städte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz im sogenannten Fachwerkfünfeck erläutert. Dabei ging er auch auf die Zielsetzung ein, den Tourismus in diesen Städten zu fördern. „Das passiert natürlich auch, in dem man auf Herausragendes in den Partnerstädten hinweist – wie den PS-Speicher in Einbeck“, erläuterte der Verwaltungschef. „Unser Besuch hier in Einbeck ist auch ein Hinweis, dass wir das nicht nur wollen, sondern auch tun.“ Die fünf Mittelzentren, so Becker, hätten im Wesentlichen in vielen Bereichen ähnliche Probleme. Sich hier auszutauschen, zu kooperieren und die Erfahrungen der Partnerstädte gegenseitig zu nutzen, sei eines der erklärten Ziele der Zusammenarbeit. Osterode am Harz unterhält bereits seit 1994 eine aktive Partnerschaft mit der Stadt Ostróda, dem Tor nach Masuren. Viele Schüleraustausche und gegenseitige Besuche von Vereinen, Feuerwehren und Privatleuten sorgen für einen außerordentlich regen Austausch. Außerdem gibt es regelmäßige Besuche offizieller Delegationen. Ein Schwerpunktthema des diesjährigen Besuches am Harz war die Flüchtlingssituation, denn hier gibt es zwischen Deutschland und Polen unterschiedliche Auffassungen. Im Rathaus erfuhren die polnischen Gäste, neben Zahlen zu den betreuten Flüchtlingen, mit welchen Herausforderung eine Stadt wie Osterode umzugehen hat, aber auch, welche Chancen die Verwaltung in der Zuwanderung erkennt. |
|
Osteroder Jugendwerkstatt zu Gast in Armentières
|
|
Osterode wieder Gastgeber für Kinder aus Ostróda Seit vielen Jahren lädt die Stadt Osterode Ferienkinder aus ihrer Partnerstadt Ostróda zu einem Aufenthalt am Harz ein. Möglich gemacht wird dies überwiegend durch Spenden. Ab Mitte August sollen 17 Kinder mit zwei Betreuern die Stadt und die Region kennenlernen. Zwischen 8 und 14 Jahren sind die Schüler alt. Die Kinder kommen aus Familien, denen es aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage sonst nicht möglich wäre, die Reise an den Harz zu finanzieren. Das vorgesehene Programm ermöglicht auch, Kinder aus der Sösestadt zu treffen. „Die kleinen Gäste aus Ostróda sollen bei uns neue, positive Eindrücke gewinnen,“ erläutert Becker die Motivation der Stadt. „Das trägt schon früh zu einem Verstehen anderer Nationen bei. Daran sollte uns allen gelegen sein.“ |
|
„Die Partnerschaft hat sich in 21 Jahren sehr weiterentwickelt“
|
|
20 Jahre Partnerschaft mit Ostróda - Festakt im Ratssaal (28.07.2014) In einem Festakt begingen am 19. Juli offizielle Vertreter der Stadt Ostróda und der Stadt Osterode am Harz das 20jährige Bestehen dieser Städtepartnerschaft. Ebenfalls anwesend waren der Bürgermeister und weitere Delegationsmitglieder der zweiten Partnerstadt Osterodes, Armentières in Norden Frankreichs, zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Vereinen und Schülerinnen und Schüler, die an Austauschen teilgenommen hatten.
Zuvor hatte Osteroder Bürgermeister Klaus Becker in seiner Rede hervorgehoben, dass es die Städte und ihre Bürgerinnen und Bürger seien, die den in Warschau, Paris, Berlin und Brüssel gesetzten Rahmen für ein gemeinsames Europa mit Leben füllen. Osterode habe sich in diesem Sinne immer stark engagiert. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass 2013 bereits das 50. Partnerschaftsjubiläum mit Armentières gefeiert wurde, eine der ersten deutsch-französischen Partnerschaften überhaupt. Sowohl nach Frankreich wie auch nach Polen seien die Bande in schwierigen Zeiten entstanden – in Richtung Armentières kurz nach dem 2. Weltkrieg, in Richtung Ostróda dank mutiger Menschen in Danzig und anderen Städten Polens in Zeiten des auslaufenden Kalten Krieges. Becker bedankte sich bei all denen, die die Partnerschaft mit Ostróda aufgebaut und weiterentwickelt haben. Neben dem ehemaligen Stadtdirektor Enno Mönnich zählte er dazu auf deutscher Seite den langjährigen Bürgermeister Wolfgang Dernedde und Frank Seeringer als Vertreter des Rates. Wieland Mücke als von der Verwaltung Verantwortlicher habe die Partnerschaft mit viel Herzblut begleitet. Zu dem, was die Freundschaft heute ausmache, hätten aber vor allem Besuche der Polizei, der Feuerwehren, der Sport- und Gesangvereine, der Schulen und vieler anderer mehr beigetragen. In Ostróda seien treibende Kräfte insbesondere auch die Bürgermeister, zurzeit Czeslaw Najmowicz, und natürlich der Ratsvorsitzende Henryk Hoch gewesen. Der Osteroder Stadtrat, so Becker, sei sich einig, dass die Städtepartnerschaften einen Beitrag zu einem vereinten Europa leisteten.
Als Bürgermeister einer, wie er hervorhob, schon immer weltoffenen Stadt hob Bernard Haesebroeck aus Armentières wie zuvor sein Amtskollege Becker die Lebendigkeit der Partnerschaft zwischen beiden Städten hervor. Die ersten Austausche seien von musikalischen Gruppen getragen worden, und 2002 habe es eine neue Freundschaft zwischen dem Chor Bonne Nouvelle und den Gospelsingers Osterode gegeben. Musik sei das beste Medium, sich der Welt zu öffnen: „Es ist oft schwierig, mit einer Person einen Dialog in einer fremden Sprache zu sprechen, aber einfach, mit ihr eine bekannte Melodie zu summen.“ Er sagte der Partnerschaft zwischen Osterode und Ostróda eine lange Zukunft voraus denn: „Schließlich – mit 20 Jahren – hat man da nicht das ganze Leben noch vor sich?“ Wolfang Dernedde, Frank Seeringer und Enno Mönnich, Mitinitiatoren und Begleiter der Partnerschaft von der ersten Stunde an, gingen teils emotional, teils heiter, auf Erlebtes aus 20 Jahren ein. Alle Vortragenden haben mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt den Festakt abgeschlossen. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch David Krzysteczko, der ein polnisches Volkslied vortrug und durch Katharina Gooß mit Stücken von Domenica Cimarosa, Robert Schumann und George Gershwin. |
|
Die besten Initiativen kommen von unten - Partnerschaft mit Ostróda besteht 20 Jahre (02.05.2014) Partnerschaft zwischen Osterode am Harz und Ostróda besteht 20 Jahre – Festakt in der polnischen Partnerstadt
|
|
Spaß und viele Erlebnisse in der Partnerstadt
|
Ansprechpartner/in
| Frau M. Wendt | |
| Fachbereich Bürger - Kultur, Stadtmarketing und TourismusTouristinformation der Stadt Osterode am Harz Eisensteinstraße 1 37520 Osterode am Harz Telefon: 05522 318-383 Mobil: 0151 61937495 Telefax: 05522 318-380 E-Mail: touristinfo@osterode.deE-Mail: wendt.m@osterode.de | |



































